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Reisebericht Australien Fraser Island: Dingos und Billabongs auf Fraser Island
Tag 1:Danach fahren wir wieder ins Inland zu unserem ersten See: Lake Gurawongera. Ganz feinen Sand und etwas bräunliches Wasser finden wir hier vor. Das soll aber gut für Haut und Haar sein, da es ölhaltig ist. Wir nehmen also ein Bad, das nach der ersten Überwindung ins trübe Wasser zu steigen wunderbar ist. Wieder geht’s an den Strand und mit Vollgas weiter nach Norden. Steve redet ununterbrochen und erklärt uns jedes Schlagloch. „Mahenos Wreck“ besichtigen wir am Strand, das ist ein alter verrosteter Dampfer, der 1935 hier gestrandet ist. Dann kommen wir zu Eli Creek, einer der zahllosen Flüsse, die aus dem Landesinneren kommen. Hier ist das Wasser glasklar und sehr erfrischend. Wir können in dem Creek ein Stück hoch waten und uns wieder erfrischen. Hier ist auch ordentlich was los. Eli Creek ist ein beliebtes Ziel auch für die großen Reisebusse von King Fisher. Dann zeigt uns Steve die Pinnacles, das sind farbige „Felsformationen“, die aussehen wie Felsen, aber komplett aus farbigem Sand bestehen. Wie schon gesagt, die ganze Insel ist nur Sand. Dann geht es zu unserem Camp, Cathedral Beach. Hier finden wir auch wieder 9 Zelte im Rondell mit einem Küchenzelt und Picknickplatz in der Mitte. Die Zelte sind hier sehr komfortabel, mit großem Vorraum und komfortablem Doppelbett, sogar mit Bettwäsche, wie im Hotel. Im Küchenzelt gibts, sogar eine Spülmaschine, was für ein Luxus. Nur die sanitären Anlagen erinnern an Campingplatz, diese sind etwas abseits. Das Abendessen kocht Steve. Es gibt Steak, Salat, Kartoffeln und Knoblauchbrot und reichlich Bier und Wein. Und natürlich gab’s auch hier Cracker und Dips als Vorspeise In der Nacht zieht ein Gewitter auf und es regnet langanhaltend in Strömen, sehr gut, denn Steve hat Sorge, dass wir einige Punkte gar nicht aufsuchen können, da die Straßen zu trocken sind, es hatte schon lange nicht mehr richtig geregnet und auch dieser Guss erwies sich als Tropfen auf den heißen Stein. Tag 2: Am nächsten Tag wiedermal wecken um 6 Uhr, Frühstück 6:30 Uhr. Eier mit Speck und Würstchen, Toast, Saft, Kaffee: besser kann es im Hilton auch nicht sein. Wieder düsen wir den Strand entlang, farbige Sandformationen in der aufgehenden Sonne, das ist die Idee. Es fehlt nur mal wieder die Sonne! Wer hat eigentlich behauptet, dass in Australien immer die Sonne scheint? Bei einem kleinen Spaziergang am Strand, begleitet von hunderten dicken Horseflies (Bremsen, aber riesige, eklige Viecher), kommt uns Steve mit einem Dingo im Schlepptau entgegen. Stillstehen ist angesagt, damit dieser nicht auf die Idee kommt wir wollten mit ihm spielen, und das bei den vielen Bremsen. Das ist das Problem, erklärt Steve, dass viele Touristen, die jungen niedlichen Dingos füttern und damit an Menschen gewöhnen. Damit werden die Dingos zutraulich aber dann auch aggressiv. Micha ist jedenfalls begeistert und knippst wie verrückt. Weiter fahren wir an Indian Head (zu viele Bustouristen tummeln sich hier, findet Steve)) vorbei zu den Champagner Pools. Hier kann man geschützt durch eine Felsbarriere, über die immer die Wellen schwappen, im Meer baden, was auch einige Harte tun. Es ist nicht wirklich warm. Dann steht der Wotomba Creek mit türkisfarbenem Wasser auf dem Programm. Hier waten wir in der Bucht und können einige Rochen beobachten, einfach toll. Hier machen wir auch unser Mittags-Picknick unter interessierter Beobachtung von einigen Dingos, die um uns herumschleichen. Dann fahren wir etwas ins Landesinnere und hier gibt’s eine Kneipe und ein kühles Bier. Unser Weg führt uns dann zum Ocean Lake, wieder braunes Wasser, aber gesund! Hier überraschen wir einen Leguan (1 m lang), wie er gerade ein Schildkröteneiernest ausnimmt. Der lässt sich von uns auch gar nicht stören und ist ein willkommenes Fotoobjekt. Auf der Fahrt zurück zum Camp entdecken wir dann tatsächlich einen Hai direkt an der Küste ca 2-3 Meter vom Strand entfernt. Dann sind wir wieder an Indians Head und werden mal wieder ausgesetzt um diese Erhebung die auch etwas ins Wasser rein ragt nun zu besteigen, alle anderen Touris sind weg. Zum Abendessen gibt’s dann wahlweise Fisch (Tine) oder T-bone-Steak (Micha). Tag 3: Heute ist schon wieder unser letzter Tag auf Fraser Island (24. Dez.: zu Hause werden die Christbäume geschmückt und Steve wünscht auch jedem den er trifft Merry Christmas. Uns kommt das total unwirklich vor.) mit vollem Programm. Zuerst unternehmen wir eine Wanderung vom Strand zu einer riesigen Sanddüne. So etwas haben wir noch nicht gesehen. Über heißen Sand klettern wir hinauf. Dann fällt die Düne steil ab, ca 40 m. Unter sich begräbt die Düne den Urwald. Wieder zurück am Strand sehen wir auf der Weiterfahrt heute den „coloured Sand“ in der Sonne. Dann besuchen wir Lake Allan, wieder braun, aber gesund für die Haut, Steve erzählt und betont es wieder. Hier tummeln sich viele kleine (ca. 30 cm) Schildkröten im Wasser. Durch einen Schilfgürtel geht es ins Wasser. Die Hitze macht die Überwindung leicht und die Schildkröten ergreifen die Flucht vor uns. Einfach herrlich! Mittag sind wir wieder in Happy Valley. Heute gibt es Pizza und Salat vom Buffet, lecker. Dann kommen wir nochmal zu einem weiteren Highlight: Lake Birrabeen. Weißer Sand und diesmal glasklares blau-grünes Wasser. Dann geht es zurück zur Fähre und zum Campingplatz. Das war eine rundum gelungene Tour: kleine Gruppe, toller Führer, der uns an viele Stellen abseits der sonst gängigen Touristenpfade geführt hat. Alfeld Februar 2010, Michael Z. und Christine H. |